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Startschuss für die Siverstorstraße

Sanierung des Rayonhauses und Wohnungsneubau geben Hoffnung für weitere Entwicklungen

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Die Rückseite des Rayonhauses in der Siverstorstraße: Das Gebäude ist bereits komplett entkernt, jetzt wartet Investor Dietrich Brauckmann auf die Baugenehmigung, um mit dem Einzug neuer Decken und der Dachsanierung beginnen zu können. Die historische Außenansicht bleibt bei der Sanierung erhalten.



Es könnte die lang erhoffte Initialzündung für die dahinsiechende Siverstorstraße sein. Investor Dietrich Brauckmann saniert das Rayonhaus und plant daneben einen Neubau mit 38 Wohnungen und Park.


Von Stefan Harter Alte Neustadt

Seit jähren wartet die Siverstorstraße darauf darauf, aus der Bedeutungslosigkeit geholt zu werden. Nach der Wende verlor die einstige Handwerkermeile immer mehr an Stellenwert, erst zogen die Betrieb weg, dann die Bewohner. Heute sind die meisten Häuser im Umfeld des ehemaligen Brauerei- Geländes baufällig und so gut wie leergezogen.
Dietrich Brauckmann hat das negative Image der Straße nicht abgeschreckt, „obwohl mich alle gewarnt haben“, wie er sagt. Ende vergangenen Jahres erwarb der Bauunternehmer aus Stemmern das baufällige Rayonhaus im Westen des Brauerei-Geländes, einst Sitz des Inhabers, sowie des Nachbargrundstück. Die Entfernung des baulichen Schmuckstücks aus dem Jahr 1870 ist bereits abgeschlossen, jetzt wartet er auf die Baugenehmigung. Sieben Wohnungen sollen dort entstehen. „Wir bauen ein neues Haus in eine alte Schale“, beschreibt er meint damit, dass das markante Fachwerk von außen sichtbar bleiben wird. Auch innen sollen die Balken so weit wie möglich erhalten bleiben. An einigen ist aber nach Jahren des Leerstands nicht mehr viel zu retten. Decken und Dach müssen erneuert werden. Gut anderthalb Millionen Euro wird er in die Sanierung stecken, schätzt er, wenn alles gut läuft soll sie Ende des Jahres abgeschlossen sein. Den Bauantrag für das zweite große Projekt, ein Neubau mit 38 Wohnungen auf dem benachbartem Grundstück, wird er im März stellen, kündigt Dietrich Brauckmann an, die meisten davon als Vierraumwohnungen mit knapp 100 Quadratmetern sowie Drei- und Zweiraumeinheiten. Weitere 4,5 Millionen Euro sind dafür nötig, Ende 2018 könnte Einzug sein.
Dass er nicht nur mit Worten glänzen will, sondern dieses auch Taten folgen lassen kann, sieht mann beispielsweise an der Schokoladenfabrik in Sudenburg, die er bereits aufwendig saniert hat. Das spricht dafür, dass das von ihm geplante Projekt die lang erhoffte Initialzündung für die Sieverstorstraße sein kann. Er selbst hat Interesse an weiteren Entwicklungen auf dem Gelände. Im Hinterland seines Grundstücks könnte er sich zwei weitere, kleine Wohnhäuser vorstellen. Eine ungenutzte Grünfläche hinter dem Rayonhaus möchte er von der Stadt erwerben und als kleinen Park für die Mieter nutzen.“Wir wollen hier ein Quartier entwickeln. Es icht wichtig, erst einmal anzufangen“, sagt er.
Magdeburg Baubeigeordneten Dieter Scheidemann stimmt die Entwicklung auch positiv. „Die Stadt begrüßt die Initiative. Wir werden versuchen, eine städtebauliche gute Lösung für den Bereich zu finden“, erklärte er auf Volksstimme-Anfrage. Die Hoffnung, dass dadurch auch andere Vorhaben angestoßen werden, teilt er: „Insbesondere die Sanierung des Sudturms liegt mir am Herzen.“

 

Quelle: Volksstimme Februar 2017
Foto: Stefan Harter

 

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